Artilleriebefestigung Stachelberg
HINWEIS ZU EINGESCHRÄNKTEN ÖFFNUNGSZEITEN IM JAHR 2022
Im Jahr 2022 ist die Festung aufgrund der vollständigen Sperrung der Straße Babí - Prkenný Důl (Rekonstruktion) nur in der Zeit vom 2. April bis 10. Juli geöffnet. Der Außenbereich und der Naturlehrpfad bleiben über normale Wanderwege zugänglich.
Die auf der gleichnamigen Anhöhe oberhalb des Dorfes Babí (Trautenbach) bei Trutnov (Trautenau) errichtete Befestigung (Bunker) Stachelberg sollte nach ihrer Fertigstellung die größte Artilleriebefestigung des tschechoslowakischen Befestigungssystems vor dem Zweiten Weltkrieg werden. Ihr Bau begann im Oktober 1937, ihre vollständige Fertigstellung wurde jedoch durch die Ereignisse im Zusammenhang mit dem Münchner Abkommen und dem Untergang der Tschechoslowakei im Jahre 1938 verhindert.
Befestigung
Die Befestigung ist für Besucher mittels Infanteriebunker T-S 73 als betonierten Teils der ganzen ober- und vor allem unterirdischen Befestigungsanlage zugänglich. Hier befindet sich eine geschichtliche Ausstellung mit reichhaltiger fotografischer und zeichnerischer Dokumentation, die Geschichte nähern ferner Modelle von Befestigungsanlagen und Ausrüstungszeichnungen an. Zur Besichtigung steht ein 8 × 2,5 Meter großes Relief zur Verfügung, wie nach der vollständigen Fertigstellung die Artilleriebefestigung Stachelberg aussehen sollte. Nach zweihundert bewältigten Stufen kann man von der Ausstellung in den früher unzugänglichen Untergrund hinabsteigen, der ein Labyrinth von Gängen und im Bau befindlichen Hallen bildet.
Naturlehrpfad
Ergänzt wird das Erlebnis durch einen Lehrpfad zu den anderen nahegelegenen Bunkern (z. T. wegen den Ereignissen von 1938 nicht fertiggestellt), die eine kompakte Linie mit erheblichem militärhistorischen Wert bilden.
Aussichtsturm
In unmittelbarer Nähe von dem Bunker Stachelberg befindet sich der Aussichtsturm Eliška (Elisa), der im Stil eines typischen militärischen Wachturmes entstand. Er befindet sich in 632 m ü. M. Seine Höhe ist 24,5 Meter und bietet die Aussicht ins Libavské sedlo (Liebauer Pass) – ein strategisches Landtor, das Schlesien mit dem böhmischen Binnenland verbindet, rechts davon sehen wir die Berge Vraní hory (Rabengebirge), etwas weiter dann Jestřebí hory (Schwadowitzer Bergrücken) und südöstlich in der Ferne das Adlergebirge. Am nächsten liegen die Ausläufer des Riesengebirges und mehr südlich das Riesengebirgsvorland.
Öffnungszeiten:
Außerordentliche Öffnungszeiten auch im Januar bis März, jeden Samstag Führung um 13:00 Uhr
10:00–17:00 Uhr
April, Mai: samstags, sonntags und an Feiertagen
Juni: donnerstags bis sonntags, an Feiertagen
Juli, August: täglich
September, Oktober: samstags, sonntags und an Feiertagen
Nur um 13:00 Uhr
November, Dezember: samstags (24.–31.12. täglich)
Eintritt
200 CZK, Erwachsene
100 CZK, Kinder, Studenten
500 CZK, Familien (2 + 2)